ANMERKUNGEN ZUR DOKUMENTATION UND ZUR REFLEKTOGRAFIE

(mehr: siehe Ordner TEXTE)

 

Die Reflektografie ist ein fotografisches Verfahren, das Interaktionen von analogen und digitalen Bildern an der Schnittstelle des Computerscreens aufzeichnet. Die Vorgänge der Reflexion verändern nicht nur beide Bildarten, sondern thematisieren zugleich das Medium der Brechung und das Thema des Spiegels: das Glas wird als durchscheinendes und reflektierendes Material ins Register des Sichtbaren geholt; die Spiegelungen / REFLEKTOGRAFIEN werden als "Apparate des Sehens und nicht als bloße Reproduktionsmedien" (Hans Urlrich Reck) untersucht. Hiermit distanziere ich mich von den Teilen der platonischen Metaphysik, die Spiegelungen als bloße Verdoppelungen der Welt betrachten. Vielmehr geht es mir um die Untersuchung dessen, was eigentlich geschieht, wenn zwei oder mehr Dinge interagieren und damit neue Formen bilden.

 

In Erweiterung der unregulierten, künstlerischen Kreation geht es mir stärker um den produktiv-konstruktiven Aspekt der Bildherstellung, also um Untersuchungen von Prozesshaftigkeit und Medialität der Produktionsvorgänge selbst,  sowie deren Vermögen, über die neuen Formen ungeplante Inhalte zu transportieren.

Es handelt sich um systematische Untersuchungen auf der Grundlage von ca. 1800 Zeichnungen der R.A.U.S.CH._PASSAGE (siehe Portal 4), die in mehreren Ordnern dokumentiert werden.

 

KK 2015